Jedes zweite Mädchen und jeder fünfte Junge zwischen 14 und 16 Jahren fühlt sich zu dick. Eine Untersuchung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg belegt, dass viele der vermeindich Übergewichtigen bereits eine oder mehrere Diäten hinter sich haben. Doch „nur” 11 Prozent der Mädchen und 13 Prozent der Jungen in diesem Alter sind tatsächlich übergewichtig. Auf keinen Fall sollten Kinder eine Radikaldiät machen, denn sie befinden sich noch im Wachstum und benötigen wichtige Nährstoffe. Deshalb sollten Eltern sich zunächst vom Kinderarzt beraten lassen.
Warum sollen Kinder im Haushalt mit anpacken? (No Comments)
Warum sollen Kinder im Haushalt mit anpacken?
Kleinen Kindern macht es Freude - und sie lernen eine Menge dabei. Für größere Kinder ist das Gefühl wichtig, eine wichtige Aufgabe innerhalb der Familie zu haben.
Kleine Kinder arbeiten gerne mit.
Wie bindet man sie ein?
Indem man ihnen einfache Arbeiten überträgt, die sie selbstständig erledigen können. Zweijährige können Quark rühren oder helfen, den Tisch zu decken. Dreijährige kann man auch schon mal eine Kleinigkeit schneiden lassen.
Ältere Kinder lassen sich schwerer motivieren?
Verantwortung ist ihnen wichtig. Das heißt: Sie dürfen den gesamten Kuchenteig machen statt immer nur den Müll zu entsorgen. Darüber, dass nicht gleich alles klappt, sollte man großzügig hinwegsehen.
Schlechte Augen häufig unbehandelt (No Comments)
Viele Kinder haben schlechte Augen, aber nur wenige werden deshalb behandelt. In einer Berliner Studie untersuchten Augenärzte die Sehfähigkeiten von mehr als 6.000 Kindergarten-kindern und stellten bei 18 Prozent Auffälligkeiten fest. Aber nur jedes zehnte Kind war deswegen bereits in Behandlung. Eine gute Sehkraft ist für Kinder wichtig, denn bis zum Alter von sieben Jahren lernen die Augen das richtige Sehen. Ständiges Augenreiben, häufiges Stolpern, geringer Abstand zu Büchern oder Bildschirmen und Gleichgewichtsstörungen können auf eine Sehschwäche hinweisen.
Kinder mögen beide Elternteile gleichermaßen (No Comments)
Die meisten Kinder mögen beide Elternteile gleichermaßen. In einer Umfrage der Zeitschrift Stern Family geben etwa vier von fünf Kindern im Alter von 9 bis 18 Jahren an, Mama und Papa gleich lieb zu haben. Jedes zweite Kind schätzt an seiner Mutter besonders, dass sie immer für es da ist. Ein Viertel der Befragten mag die liebe und Geborgenheit, die ihre Mama ihnen gibt. Am Vater lieben die Kinder, dass er seine Freizeit mit ihnen teilt. Humor und Herzlichkeit machen den Papa zusätzlich liebenswert.
Wie machen wir das jetzt mit dem Weihnachtsmann? (No Comments)
„Wie machen wir das jetzt mit dem Weihnachtsmann?”, frage ich, während ich zu den Klängen von „Wi-Wa-Weihnachts-mann” Zimtsternteig platt walze. „Wieso Weihnachtsmann?”, fragt der Mann auf der obersten Stufe der Klappleiter durch die Nordmannzweige hindurch. „Die Verkleidung liegt schon im Kofferraum”, erkläre ich. Noch können wir vor dem knapp einjährigen Bruno derart heikle Themen unverschlüsselt besprechen. „Verkleidung? ich glaub, es hackt!”, erwidert die Stimme des Mannes unwirsch aus dem Dickicht des Engelshaars. „Machst du Witze?” „Itze!”, schreit der auf dem Boden hockende Knödel mit Segelohren namens Bruno, steckt sich ein paarTannennadeln in den Mund und kippt nach hinten. Mache ich „Itze”? Es ist unser erstes Weihnachten mit Kind.
Ich, die seit zehn Jahren mit qualmenden Reifen und eilig eingepackten Geschenkbüchern vor dem elterlichen Weihnachtsbaum vorfahre, habe dieses Jahr eigenhändig 48 Adventspäckchen zu Kalendern verschnürt. Die Wohnung bis zur Unkenntlichkeit mit Weihnachtsdekoration verziert. In logistischem Hochleistungsverfahren Tonnen von Nahrungsmitteln rangekarrt und verstaut, Weihnachtskarten an die halbe Republik versandt. Containerladungen voller Geschenke besorgt und alle Schränke damit vermint. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt für „Itze”. Schon gar nicht auf Kosten des Weihnachtsmanns. Der Weihnachtsmann gehört seit 30 Jahren zu meinem Weihnachten wie Wachstropfen zum Fußboden. Er kam immer zuverlässig nach den Bockwürstchen mit Kartoffelsalat, hörte sich mein feucht fiependes Blockflötensolo an, danach wurde beschert, wir bekamen Bücher, Rollschuhe und Playmobil, die Eltern bekamen Schnellkochtöpfe, Socken und eine Cognac-Nase. Soll mein Erstgeborener diese lieb gewonnenen Traditionen etwa missen müssen? „Nein!”, rufe ich, zum Äußersten bereit. „Weihnachten ist kein Weihnachten ohne Weihnachtsmann!” „Einakma”, bestätigt Bruno. Ein besonnenes Kind. Weil auch wir, Brunos Eltern, besonnen sind, einigen wir uns nach einem kurzen Handgefecht: Er soll kommen, der Weihnachtsmann. Das Christkind, Oma Ulla, Oma Inge, Onkel Jochen und Onkel Krissi kommen dieses Jahr ja schließlich auch. Alle sollen kommen. Dem Kind zuliebe.
So trottet der Kindsvater am nächsten Abend um Punkt sechs Uhr schicksalsergeben gen Auto - und nur Sekunden später steht der Weihnachtsmann vor der Türe, im Lichtkranz des Bewegungsmelders. Er trägt einen Mantel aus rotem Bastelfilz, einen Bart aus Aquariumwatte, ist so groß wie Papa, hat die gleiche Stimme wie Papa, trägt die gleichen Schuhe wie Papa und einen Sack, auf dem „Foto-Imaging” draufsteht. In Brunos Mimik spiegeln sich in rascher Abfolge Entsetzen, Argwohn, Befremden, Verwunderung und freudige Überraschung, schließlich deutet er auf den Mann in Rot und sagt: „Papa?” Auch dieses Jahr, zehn Jahre später, wird der Weihnachtsmann wiederkommen. Wieder Punkt sechs. Er ist vor ein paar Jahren geschrumpft und ist jetzt genauso groß wie der Mann unserer Tagesmutter, er trägt die gleichen Schuhe wie dieser und hat den gleichen österreichischen Akzent. Und mein zehnjähriger Bruno und sein fünfjähriger Bruder Mika werden auch dieses Jahr wieder ihr Bestes tun, diese rein zufälligen Ähnlichkeiten zu übersehen. Den Eltern zuliebe.
In diesem Sinne: Hohoho und ein gesegnetes Weihnachtsfest!
Nina Puri, freie Kreativdirektorin und Autorin